Gebete, Weisheiten und Bibeltexte     Startseite

Die Praxis des Betens

  • Gebet mit Leib, Seele und Geist,
  • sich sammeln,
  • Schließen der Augen;
  • Öffnen der "Augen der Seele",
  • Loslassen von allen irdischen Abhängigkeiten,
  • Aufgeben aller konkreten Vorstellungen,
  • jegliche Anspannung abgeben,
  • Gedankenaktivität einstellen,
  • keine Worte machen,
  • die Führung des Geistes Gott überlassen,
  • Zustand tiefer Ruhe - alle Relationen sind aufgehoben,
  • die Seele trennt sich von ihrem belastenden Teil,
  • Vergeistigung der Seele,
  • die Seele erkennt das Bild Gottes,
  • Dasein vor Gott

HERR,
schaffe Schweigen in mir,
und wenn es ganz still geworden ist,
erfülle, Gott, diese schweigende Leere
mit Deinem Dasein,
mit Deinem sanften Licht,
mit Deiner Weisheit, Deiner Liebe.
Vertiefe in mir mit dem Atem
die Ahnung Deiner Gegenwart
bis sie mir Wissen wird und Gewissheit.

von Milarepa

Mein Vater, ich überlasse mich dir;
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen.
Denn du bist mein Vater. 

Amen

Von Charles de Foucauld

Herr und Gebieter meines Lebens:
Den Geist des Müßigganges, des Kleinmuts, der Herrschsucht und der Geschwätzigkeit gib mir nicht.
Den Geist der Lauterkeit, Demut, Geduld und Liebe aber verleihe mir, Deinem Diener.
Ja, Herr und König,
lass mich meine eigenen Sünden erkennen
und nicht meinen Bruder verurteilen -
denn gepriesen bist Du in alle Ewigkeit.
Amen

Vom Hl. Ephräm dem Syrer (+373)

Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens,
Dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst,
Dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt,
Dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist,
Dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält,
Dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht,
Dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist,
Dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet.

O Meister, hilf mir, dass ich nicht danach verlange
Getröstet zu werden, sondern zu trösten,
Verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
Geliebt zu werden, sondern zu lieben.

Denn: Wer gibt, der empfängt, wer verzeiht, dem wird verziehen,
Wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren. Amen

Franziskus von Assisi

Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens
und schenke mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe.
Gib mir, Herr,
das Empfinden und Erkennen,
damit ich Deinen heiligen und wahrhaftigen Auftrag erfülle.
Amen

Franziskus von Assisi

Allumfassendes Gebet

Oh anbetungswürdiger Gott voll Barmherzigkeit und Liebe!
Gruß Dir in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du, allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht, ausgeglichenes Gemüt,
Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen, Denken und Wollen zu beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht, Gier, Zorn, Haß und Eifersucht.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Laß uns Dich erschauen in all den Namen und Gestalten.
Laß uns Dir dienen in all den Namen und Gestalten.
Laß uns allezeit Deiner gedenken.
Laß uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Laß Deinen Namen stets auf unseren Lippen sein.
Laß uns in Dir bleiben allezeit.

Ich neige mich vor dem Göttlichen in der Sonne, das allen liebevoll zugetan ist.
Ich neige mich vor Ihm, der die Ursache allen Wandels ist.
Ich neige mich vor Ihm, der Aktivität herbeiführt.
Gruß an Ihn, der Licht verbreitet.
In Demut gebeugt vor Ihm, der sich im Himmel bewegt.
Verehrung Ihm, der alle nährt.
In Demut gebeugt vor Ihm, der alles enthält.
Verehrung Ihm, der Strahlen besitzt.
Ich neige mich vor Ihm, dem Gott der Götter.
In Demut gebeugt vor Ihm, der alles erzeugt.
Gruß an Ihn, der verehrungswürdig ist.
Verehrung dem, der die Ursache allen Glanzes ist.

Es gibt nur eine Großmacht auf Erden das ist DIE LIEBE

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch

Wehe denen, die in der Liebe geizen!

Wozu lebst du, wenn du nicht lieben kannst?

von Laotse

Was ist Liebe?

Mir ist auf der Straße
ein sehr armer junger Mann begegnet,
der verliebt war.
Sein Hut war alt,
sein Mantel abgetragen,
Wasser rann durch seine Schuhe,
und Sterne zogen durch seine Seele.

von Victor Hugo

Beginne keine verantwortungslosen Gespräche
oder verliere dich nicht darin.
Lass keine Handlungen niederer Art
von dir ausgehen.
Lerne Tolerant zu sein.
Der Tolerante wird selbst
im Himmel sehnsüchtig erwartet.

Schweigen
ist besser als Sprechen.
Wahrhaftiges Sprechen
ist besser als Schweigen.
Wahrheit angenehm zu äußern
ist besser, als nur wahrhaftig zu sprechen.
Lass Gefälligkeit im Ausdruck
nicht von der Wahrheit abweichen.

Vom indischen Weisen Vidura

Die Liebe

Am Ende unseres Lebens
wird es die Liebe sein,
nach der wir beurteilt werden;
die Liebe, die wir allmählich
in uns haben wachsen
und sich entfalten lassen.

Aus der Ordensregel von Taizé

Das große (tridentinische) Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den einen Gott,
den allmächtigen Vater,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge;
und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn.
Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit.
Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott;
Gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch Ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und um unseres Heiles willen
ist Er vom Himmel herabgestiegen.
Er hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau,
und ist Mensch geworden.
Gekreuzigt wurde Er sogar für uns;
unter Pontius Pilatus hat Er den Tod erlitten
und ist begraben worden.
Er ist auferstanden am dritten Tage, gemäß der Schrift;
Er ist aufgefahren in den Himmel
und sitzet zur Rechten des Vaters.
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit,
Gericht zu halten über Lebende und Tote:
und Seines Reiches wird kein Ende sein.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
den Herrn und Lebensspender,
der vom Vater und vom Sohne ausgeht.
Er wird mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht;
Er hat gesprochen durch die Propheten.
Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Ich erwarte die Auferstehung der Toten
und das Leben der zukünftigen Welt.


Amen.

Das kleine (apostolische) Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
Er sitzt zur Rechten Gottes, des Allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige, katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Vater unser

Vater unser im Himmel
geheiligt werden Dein Name.
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Atme in mir, Du Heiliger Geist, daß ich Heiliges denke.
Treibe mich, Du Heiliger Geist, daß ich Heiliges tue.
Locke mich, Du Heiliger Geist, daß ich Heiliges liebe.
Stärke mich, Du Heiliger Geist, daß ich Heiliges hüte.
Hüte mich, Du Heiliger Geist, daß ich das Heilige nimmer verliere.

dem Hl. Augustinus zugeschrieben:

Du bist heilig, Herr, einziger Gott. 
Du tust Wunderbares. 
Du bist der Starke. Du bist der Große. Du bist der Höchste. 
Du der allmächtige König. 
Du heiliger Vater, König des Himmels und der Erde. 
Du Dreifaltiger und Einer, Herr, Gott aller Götter. 
Du bist das Gut, das ganze Gut, das  höchste Gut, 
Herr, Gott, lebendig und wahr. 

Du Weisheit, Du Demut, Du Geduld, 
Du Schönheit, Du Milde, 
Du Sicherheit, Du Ruhe, 
Du Lust, Du unsere Hoffnung und unsere Freude, 
Du Gerechtigkeit, 
Du all unser Reichtum, mehr als wir brauchen, 
Du Beschützer, Du Wächter und Verteidiger, 
Du Stärke, Du Zuflucht, 
Du unsere Hoffnung, Du unser Glaube, Du unsere Liebe, 
Du unsere ganze Wonne, Du unser ewiges Leben, 
groß und bewundernswürdig. 
Herr, Allmächtiger Gott, barmherziger Retter.

Du bist heilig, Herr, unser Gott. Du bist der alleinige Gott, 
der Eine, der Wundertaten vollbringt. 
Du bist der Starke, du bist der Große, du bist der Höchste. 
du bist allmächtig, du bist heilig, 
der Vater und König des Himmels und der Erde 
Du bist der Dreifaltige und der Eine, Gott der Herr. 
Du bist der Gute, das höchste Gut 
der lebendige und wahre Gott. 
Du bist die Güte, die Liebe 
du bist die Weisheit, du bist die Demut, du bist die Geduld. 

Du bist die Geborgenheit und Ruhe, 
die Fröhlichkeit und die Freude 
Du bist die Gerechtigkeit und das Maß. 
Du bist aller Reichtum 
Du bist die Milde 
du bist unsere Zuflucht und Stärke 
du unser Glaube, unsere Hoffnung und unsere Liebe 
unsere große Glückseligkeit 
Du bist die unendliche Güte, 
großer und wunderbarer Gott. 
Gott, allmächtig, liebreich, erbarmend und heilbringend.

Franz von Assisi (1181-1226)

Dank für Rettung aus Todesnot

Ich liebe den Herrn; 
denn er hat mein lautes Flehen gehört und sein Ohr mir zugeneigt 
an dem Tag, als ich zu ihm rief.
Mich umfingen die Fesseln des Todes, 
mich befielen die Ängste der Unterwelt, 
mich trafen Bedrängnis und Kummer.
Da rief ich den Namen des Herrn an: 
"Ach Herr, rette mein Leben!"
Der Herr ist gnädig und gerecht, 
unser Gott ist barmherzig.
Der Herr behütet die schlichten Herzen; 
ich war in Not und er brachte mir Hilfe.
Komm wieder zu Ruhe, mein Herz! 
Denn der Herr hat dir Gutes getan.
Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen, 
meine Tränen getrocknet,
meinen Fuss bewahrt vor dem Gleiten.
So gehe ich meinen Weg vor dem Herrn 
im Land der Lebenden.

Psalm 116

Lieber Gott!
Du bist meine Stütze, meine Kraft!
Danke, dass es mich gibt.
Danke für meine Familie und Freunde.
Danke für meine lieben Schüler.
Danke, dass du mir viel Liebe für meine Schüler gibst.
Danke, dass ich deine Heilkraft entdecken durfte.
Danke, dass du mir hilfst, deine Heilkraft an andere weiterzugeben.
Danke, dass du mich immer erinnerst, dass die Liebe das Wichtigste ist.
Danke, dass du mir hilfst, nicht zu be- und verurteilen.
Dank, dass du einfach immer da bist.

Agnes Formanek

O Herr, mein Gott!!!

Mit Dir will ich aufstehen
gegen Not und Tod
gegen Folter und Leiden
gegen Armut und Elend
gegen Hass und Terror
gegen Zweifel und Resignation
gegen Unterdrückung und Zwang

Mit Dir will ich aufstehen
gegen alles, was das Leben hindert
Mit Dir will ich einstehen
für alles, was das Leben fördert

Sei Du mit mir
damit ich aufstehe mit Dir

Gott, Danke, daß ich lebe.
Ich weiß: Selten denke ich daran, Dir zu danken.
Ich lebe meist ge DANKEN los,
nehme es als selbstverständlich hin,
daß ich atme, daß mein Herz schlägt,
daß ich das Blau des Himmels sehe,
den Duft von Heu riechen kann,
daß ich Musik hören,
daß ich mich bewegen, lachen und zärtlich sein kann.
Gott, ich danke Dir für meinen Körper,
für meine Hände und Füße und die Haut in der ich stecke.
Ich danke dir dafür, daß ich Freude empfinden kann
und daß ich Lust an diesem Leben habe. Danke.

Irgendwann

Wenn ich eines Tages gehen muss,
tue ich das nicht wirklich
du kannst mich dann nur nicht mehr sehen,
nicht mehr berühren.
Aber ich werde immer da sein, egal wo du bist.
Werde der Wind sein,
der zärtlich durch dein Haar streicht,
der Regen, der sanft deine Haut berührt,
der Regenbogen am Horizont, der dir die schönsten Farben schenkt,
die Sonne, die dich wärmt und mit dir lacht,
der Duft von Sommer, den du einatmest,
die Erde auf der du gehst,
die Nacht, in der ich für dich die Sterne erstrahlen lasse,
der Tag, der dir tausend Überraschungen bringt,
die Hoffnung, die dich trägt, wenn du traurig bist,
dieses Gefühl was in dir ist,
wenn du glücklich bist.
Du kannst mit mir reden, ich werd dich immer hören,
oder einfach weinen,
dann nehm ich dich in meinen Arm,
und du wirst dich frei fühlen.
Ich werde über deinen Schlaf wachen
und dir wundervolle Träume schenken.
Du brauchst keine Angst haben
wenn du daran glaubst!
Du bist niemals allein,
weil ich immer da sein werde,
wenn du an mich denkst;
so wie ich an dich.
Ich liebe dich.

Angst.....  

Dir kann ich sagen, Gott:
Ich habe Angst,
oft und immer wieder:
Fragen – ich weiß keine Antwort,
Probleme – ich sehe keinen Ausweg,
Menschen – ich verstehe sie nicht.
Ich fühle mich überfordert.
Du musst mir helfen.

Ich bitte dich, Gott
nimm mir die Angst.
Gib mir ein ruhiges Herz
und klare Gedanken.
In deiner Kraft
will ich reden und handeln,
schweigen und leiden.
In deinem Frieden
lass mich geborgen sein
mitten im Kampf.

Herr, meine Kräfte nehmen ab,
es wachsen die Beschwerden und Schwächen.
Mein Leben wird ärmer.
Ich bin mir oft eine Last.

Dennoch will ich nicht vergessen,
das viele Gute, das mir Tag für Tag geschenkt wird.
Was für ein Geschenk, dass Menschen Anteil nehmen an mir!
Erhalte mir ihre Sympathie.

Ich will sie ihnen nicht erschweren durch Wichtigtuerei oder Misslaune.
Gib mir Geduld und Mitgefühl, andere anzuhören.
Bewahre mich davor, mich in ihre Angelegenheiten einzumischen
und unerbetene Ratschläge zu erteilen.
Lehre mich, meine Vorurteile zu durchschauen.
Mach mich aufmerksam auf die Vorzüge der anderen
und willig, was ich falsch gemacht habe,
aber bewahre mich vor Niedergeschlagenheit.

Gib mir immer neu die Fähigkeit,
mich von Herzen zu freuen
über alles Erfreuliche.

Amen

Abschied

Herr, ich denke zurück.
Ich gehe noch einmal den Weg durch meine Jahre.
Nicht an meine Leistung denke ich.
Sie ist gering.
Nicht an das Gute, das ich getan habe.
Es wiegt leicht gegen die Last des Versäumten.

An das Gute, das du mir getan hast, denke ich und danke dir.
An die Menschen, mit denen ich gelebt habe;
an alle Freundlichkeiten und Liebe,
von der ich mehr empfangen habe, als ich wissen kann.
An jeden glücklichen Tag und jede erquickende Nacht.
An die Güte, die mich bewahrt hat in den Stunden der Angst
und der Schuld und der Verlassenheit.

An das Schwere, das ich getragen habe, denke ich.
An Jammer und Mühsal, deren Sinn ich nicht sehe.
Dir lege ich es in die Hand und bitte dich:
Wenn ich dir begegne, zeige mir den Sinn.

Ich denke zurück, Herr, in alle die vielen Jahre.
Mein Werk ist vergangen, meine Träume sind verflogen;
du aber bleibst.
Lass mich nun im Frieden aufstehen und heimkehren zu dir,
denn ich habe deine Güte gesehen.

Catharina v. Siena

Bewahre mich, mein Herr,
vor den irdischen Leidenschaften und Bindungen
die die Menschheit verblenden.

Bewahre mich, mein Herr,
vor den Versuchungen der Macht, des Ruhms und des Reichtums
die mich von der Herrlichkeit Deines Anblicks fernhalten.

Bewahre mich, mein Herr,
vor den Seelen, die sich stets damit beschäftigen
ihre Mitmenschen zu verletzen und zu schädigen
und die Gefallen finden am Leiden anderer.

Bewahre mich, mein Herr,
vor dem bösen Blick des Neides und der Eifersucht,
der auf Deine reichen Gaben fällt.

Bewahre mich, mein Herr, davor,
in die Hände der spielerischen Kinder der Erde zu fallen;
damit sie mich nicht für ihre Spiele gebrauchen,
sie könnten mit mir spielen
und mich dann zerbrechen,
wie Kinder ihr Spielzeug zerstören.

Bewahre mich, mein Herr,
vor jeglichem Schaden
der aus der Bitterkeit meiner Gegner
und der Unwissenheit meiner mich liebenden Freunde entsteht.

Amen.

Herr,
in meinem Leben lief eigentlich schon immer alles schief.
Schon meine Geburt war ein Unglück.
Statt Geborgenheit bekam ich Prügel,
statt Nestwärme einen Platz im Heim.
Von einem Heim kam ich ins andere.
Nirgends war ich länger als ein halbes Jahr.
Überall sagte man mir, dass ich sehr schwierig sei.
Zum Schluss holte mich ein neuer Stiefvater heim,
aber der konnte mir auch nicht geben,
was er selbst nicht bekommen hatte.

Inzwischen bin ich fünfunddreißig,
Herr, WER BIN ICH...?

»Eine höchst abnorme Persönlichkeit« meint der Psychiater.
»Unverbesserlich« - behauptet der Richter.
»Siebenmal vorbestraft« - sagt der Staatsanwalt.
»Knastgewohnt« meinen die Vollzugsbeamten.
»Ein alter Knacki« - sagen die Mitgefangenen.
»Ein hoffnungsloser Fall« - denke ich.

Und was denkst DU, Herr... ? Wer bin ich für DICH ... ?

O Herr, mein Gott!
Demut zu besitzen bedeutet, ständig ein ruhiges Herz zu haben.
Es bedeutet, sich keine Sorgen zu machen,
sich über nichts aufzuregen,
nie gereizt oder enttäuscht zu sein
und sich niemals verletzt fühlen.
Es bedeutet, nichts zu erwarten,
sich über nichts, was einem angetan wird, zu wundern
und nie das Gefühl zu haben, dass andere einen kränken wollen.
Es bedeutet, immer zufrieden zu sein, auch dann,
wenn man nicht gelobt oder
wenn man kritisiert und verachtet wird.
Es bedeutet, dass ich eine geheime Kammer in meinem Herzen habe,
in die ich mich jederzeit zurückziehen kann,
um heimlich vor Dir, meinem Vater, niederzuknien
und in ein tiefes Meer des Friedens zu versinken,
während alles um mich herum in Aufruhr ist.

Kanonikus T. T. Carter (1809 - 1901)

Ich jagte Gott hinterher,
Atemlos,
um ihn endlich einzuholen.
Dabei hatte ER schon die ganze Zeit
Hinter mir gestanden
Und auf mich gewartet.
Mit offenen Armen.
Ich hätte mich nur
umdrehen müssen...

Barmherziger Gott,
wir danken dir für das Geschenk des Glaubens.
Du hast uns zusammengerufen in deiner Kirche,
der Gemeinschaft aller Glaubenden.
Du hast uns eingeladen, in der Nachfolge Jesu zu leben
und zum Segen für andere zu werden.
Du hast uns berufen, in der Welt, in der wir leben,
deine Liebe und Menschenfreundlichkeit zu bezeugen.
Wir bitten dich heute,
rufe junge Menschen in deinen Dienst
als Priester, als Diakon, als Ordens-Christen,
damit unsere Gemeinden nicht ohne Leitung,
Fragende nicht ohne Antwort,
Trauernde nicht ohne Trost
und Suchende nicht ohne Geleit bleiben.
Schenke allen, die du rufst,
den Mut, das Abenteuer mit dir zu wagen,
das Vertrauen, sich auf die Menschen einzulassen,
Begeisterung, damit viele vom Evangelium berührt werden und
Ausdauer und Zuversicht, wenn Zweifel kommen.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn,
der uns das Leben in Fülle verheißen hat.
Amen.

Lass mich nicht bitten

Lass mich nicht bitten, vor Gefahr bewahrt zu werden,
sondern ihr furchtlos zu begegnen,
lass mich nicht das Ende der Schmerzen erflehen,
sondern das Herz, das sie besiegt,
lass mich auf dem Kampffeld des Lebens nicht
nach Verbündeten suchen, sondern nach
meiner eigenen Stärke,
lass mich nicht in Sorge und Furcht nach Rettung rufen,
sondern hoffen, dass ich Geduld habe,
bis meine Freiheit errungen ist,
gewähre mir, dass ich kein Feigling sei,
der deine Gnade nur im Erfolg kennt;
lass mich aber den Halt deiner Hand fühlen,
wenn ich versage.

Rabindranath Tagore, Indien, 1861-1941

Das Geschenk

Ich ging als Bettler von Tür zu Tür. Da erschien in der Ferne Dein goldener Wagen wie ein verheißener Traum. Ich fragte mich, wer dieser König der Könige sei. Hoffnung stieg in mir auf: ich erwartete Almosen, die geboten wurden, ohne daß man um sie bat. Der Wagen hielt an, wo ich stand. Du stiegst aus und lächeltest. Ich fühlte mein Lebensglück kommen. Da strecktest Du Deine rechte Hand aus und sagtest: "Was hast du mir zu schenken?" Welch ein Scherz war das? Bei einem armen Bettler betteln? Ich war verlegen, stand unentschlossen, da nahm ich ein Reiskorn aus meinem Beutel und gab es Dir. Doch wie groß war mein Erstaunen am Abend, als ich meinen Beutel umdrehte und zwischen dem wertlosen Plunder das kleine Korn wieder fand - zu Gold verwandelt. Da habe ich bitterlich geweint, und es tat mir leid, daß ich nicht den Mut gefunden hatte, Dir mein alles zu geben.

Rabindranath Tagore, Indien, 1861-1941

Wende Dich nicht ab

Wenn meines Herzens Tür verschlossen ist,
Wenn Du vergeblich pochst,
O kehr nicht um! Sprenge die Tür, o Herr,
Und dringe in des Herzens Heiligtum!

Wenn einmal auf den Saiten dieser Laute
Dein Name nicht ertönt,
O wende Dich nicht ab von Deinem Sänger!
Verweil erbarmend einen Augenblick!

Wenn ich bei Deinem Ruf in Schlafes Banden
Gefesselt liege, Herr,
Wecke mich mit dem Feuer Deines Blitzes
Und wende Dich nicht ab von Deinem Freund!

Und wenn ich einem andern Deinen Sitz
Einmal beflissen biete,
O Du, für alle Ewigkeit mein König,
Werde nicht irre, wende Dich nicht ab!

Rabindranath Tagore, Indien, 1861-1941

Gebet einer Nonne: Herr, du weißt es besser ...

Herr, du weißt es besser als ich selbst,
dass ich älter werde und eines Tages alt bin.
Bewahre mich vor der unheilvollen Angewohnheit
zu meinen, ich müsse zu allem etwas sagen
und das bei jeder Gelegenheit.

Befreie mich von dem Verlangen, jedermanns
Angelegenheiten in Ordnung bringen zu wollen.
Mache mich bedachtsam und nicht schwermütig,
hilfsbereit, jedoch nicht herrschsüchtig.

Angesichts meines unermesslichen Vorrates an
Lebenserfahrung erscheint es mir bedauerlich,
nicht alles zu nützen, aber du weißt, Herr,
dass ich ein paar Freunde haben möchte am Ende.

Bewahre mich davor, endlose Einzelheiten
aufzuzählen; verleihe mir Flügel, zur Hauptsache
zu kommen. Versiegle meine Lippen, was meine
Schmerzen und Leiden anbelangt.
Sie nehmen zu, und die Lust daran, sie aufzuzählen,
wird wohltuender mit den Jahren.
Um soviel Gnade zu bitten, dass ich an den
Erzählungen über die Schmerzen anderer Gefallen
finden könnte, wage ich nicht; hilf mir jedoch,
sie in Geduld zu ertragen.

Ich wage es nicht, ein besseres Gedächtnis zu
erbitten, wohl aber zunehmende Bescheidenheit
und abnehmende Selbstsicherheit, wenn meine
Erinnerung mit den Erinnerungen anderer in
Widerspruch zu stehen scheint.
Führe mich zu der großartigen Erkenntnis,
dass ich mich gelegentlich auch irren könnte.

Trage Sorge dafür, dass ich einigermaßen
liebenswürdig bin; ich möchte keine Heilige sein
mit manchen von ihnen ist es so schwer zu leben
aber eine sauertöpfische alte Person ist eines
der hervorragenden Werke des Teufels.

Schenke mir die Fähigkeit, Gutes zu entdecken
an Orten, an denen ich es nicht erwarte
und Begabungen in Menschen, denen ich sie nicht zutraue.
Und gib mir o Herr, die Gnade,
es ihnen auch zu sagen. Amen.

Saum von sufiorden.de

Lob sei Dir, allerhöchster Gott,
allmächtig, allgegenwärtig, allesdurchdringend,
Du einziges Wesen.
Nimm uns in Deine Elternarme;
hebe uns empor aus der Erdenschwere.
Deine Schönheit beten wir an
und Dir ergeben wir uns willig.
Gnadenreicher und barmherziger Gott,
Du höchstes Ideal der ganzen Menschheit,
Dich allein beten wir an
und Dir allein gilt unser Sehnen.
Öffne unsere Herzen für Deine Schönheit,
erleuchte unsere Seele mit göttlichem Licht.
O Du, die Vollkommenheit
von Liebe, Harmonie und Schönheit!
Allmächtiger Schöpfer und Erhalter,
Richter und Verzeiher unserer Unzulänglichkeiten,
Herr und Gott des Ostens und des Westens,
der Welten oben und unten,
der sichtbaren und der unsichtbaren Wesen:
gieße aus über uns Deine Liebe und Dein Licht;
gib Nahrung unserem Körper,
unserem Herzen, unserer Seele;
gebrauche uns für das Ziel,
das Du erwählst in Deiner Weisheit,
und führe uns auf dem Pfad der Dir eigenen Güte.
Zieh uns näher zu Dir
in jedem Augenblick unseres Lebens,
Bis in uns sich widerspiegelt
Deine Gnade, Deine Herrlichkeit,
Deine Weisheit, Deine Freude und Dein Friede.
Amen.

Salat

Gnadenreichster Herr,
Meister, Messias und Erlöser der Menschheit,
Dich grüßen wir in aller Demut.
Du bist der erste Ursprung und die letzte Folge,
das göttliche Licht und der Geist der Führung,
Alpha und Omega.
Dein Licht ist in allen Formen,
Deine Liebe in allen Wesen:
in der liebenden Mutter, im gütigen Vater,
im unschuldigen Kind, im hilfreichen Freund,
im inspirierenden Lehrer.
Gib, daß wir Dich erkennen
in all Deinen heiligen Namen und Gestalten:
in Rama, in Krishna, in Shiva, in Buddha.
Laß uns Dich erschauen in Abraham, in Salomon,
in Zarathustra, in Moses, in Jesus, in Mohammed
und in vielen anderen Namen und Gestalten,
der Welt bekannt und unbekannt.
Wir preisen Deine Vergangenheit;
Deine Gegenwart erleuchtet tief unser Wesen,
und wir suchen Deinen Segen in der Zukunft.
O Botschafter, Christus, Prophet und Gesandter Gottes!
Du, dessen Herz unablässig emporstrebt,
Du kommst auf die Erde mit einer Botschaft
wie eine Taube von oben, wenn die Religion verfällt,
und sprichst das Wort,
das in Deinen Mund gelegt wird,
so wie das Licht den wachsenden Mond füllt.
Laß den Stern des göttlichen Lichtes,
der in Deinem Herzen leuchtet,
sich widerspiegeln in den Herzen derer, die Dich lieben.
Möge die Botschaft Gottes sich überall verbreiten,
die ganze Menschheit erleuchten
und sie vereinigen zu einer einzigen Familie
in Gott, dem Vater und der Mutter.
Amen.

O Gott setze Licht in mein Herz
und Licht in meine Seele,
Licht auf meine Zunge,
Licht in meine Augen
und Licht in meine Ohren,
setze Licht zu meiner Rechten,
Licht zu meiner Linken,
Licht hinter mir
Licht vor mir,
Licht über mir
und Licht unter mir,
setze Licht in meine Nerven
und Licht in mein Fleisch,
Licht in mein Blut,
Licht in mein Haar
und Licht in meine Haut.
Gib mir Licht
stärke mein Licht,
mach mich zu Licht !"

Mohammed selbst zugeschrieben.

Oh, anbetungswürdiger Gott.

Oh, anbetungswürdiger Gott
voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du,
allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht, ausgeglichenes
Gemüt, Vertrauen, Hingebung
und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen,
Denken und Wollen zu beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht,
Gier, Zorn und Haß.
Erfülle unser Herz
mit göttlichen Tugenden.
Laß uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Laß uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Laß uns allezeit Deiner gedenken.
Laß uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Laß Deinen Namen
stets auf unseren Lippen sein.
Laß uns in Dir bleiben allezeit.

von Swami Sivananda

In Ihm finde ich mein Alles

Endlich ist Seine Gnade auf mich herabgekommen
Ich schaute und schaute Ihn an
Ich verlor mich in diesem wundervollen Anblick Gottes.
Seine Gnade füllte den Becher meines Herzens.
Ekstatische Schauer überwältigten mich
In Seinem Willen liegt mein Frieden
Sein Name ist ein Himmel der Ruhe
In Ihm finde ich mein Alles.
Alles Wissen ruht in Seinem Schoß
Die ganze Schöpfung entsteht und vergeht in Ihm
Er ist die Höchste Quelle aller Erscheinungen.
Er ist die Hauptstütze aller Welten.
Er ist der Eine Heilige, vollkommen in Weisheit,
Die Ursache dieser Welt, der Retter!

Aus der Autobiographie Swami Sivanandas

Samadhi, der überbewußte Zustand

Oh welche Freude! Welche Seligkeit!
Alle Wünsche sind jetzt erfüllt
Alles ist erreicht
Ich bin unsterblich, ohne Tod
Ich bin Ewiges Bewußtsein
Ich bin das Große und Hohe
Alles ist reine Befreiung (Moksha)
Überall ist nur Moksha allein
Jeder muß dies kennenlernen
Und erfahren.
Das Ego ist jetzt geschmolzen
Die Vasanas (Wünsche) sind verbrannt
Im Feuer der Weisheit
Der Geist ist überwunden (Manonasha).
Alle Unterschiede sind aufgelöst
Alle Verschiedenheiten sind verschwunden
Es gibt weder "ich" noch "du"
Alles ist wirklich Brahman
Das ist eine allumfassende Seligkeit
Diese ganzheitliche Erfahrung ist unaussprechlich
Es gibt keine Worte, diesen Zustand zu beschreiben
Fühle ihn selbst in Samadhi.

Aus der Autobiographie Swami Sivanandas

Ich stehe fest und unerschütterlich,
meinen Blick auf dich, o Vater, gerichtet.
Ich weiss von nichts anderem als von dir;
ich sehe nichts, als Gott in Allem.
Ich stehe fest auf dem heiligen Berge
und nehme nichts wahr,
als Deine Liebe, Dein Leben und Deine Weisheit.
Dein göttlicher Geist durchdringt mich allezeit,
er umgibt mich, wohnt in mir und ausser mir, jederzeit.
Ich weiss, o Vater,
dass solches nicht nur mir allein geschieht,
sondern allen deinen Kindern.
Ich weiss, o Vater,
dass ich nichts habe, was nicht auch ihnen gehört,
und das niemand etwas haben kann,
was nicht Gottes wäre.
Ich danke Dir, Vater.

von Baird Spalding


Gedankenspiele

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und mißbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Vor allem aber danke ich allen,
Die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben.

Paulo Coelho (brasilianischer Schriftsteller)

Die Zehn Gebote

1. Gebot: "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben Mir."
2. Gebot: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen missbraucht."
3. Gebot: "Du sollst den Feiertag heiligen."
4. Gebot: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden."
5. Gebot: "Du sollst nicht töten."
6. Gebot: "Du sollst nicht ehebrechen."
7. Gebot: "Du sollst nicht stehlen."
8. Gebot: "Du sollt nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten."
9. Gebot: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus."
10. Gebot: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist."

Tantum Ergo:

1. Tantum ergo sacramentum veneremur cernui
et antiquum documentum novo cedat ritui
præstet fides supplementum sensuum defectui.

2. Genitori genitoque laus et iubilatio,
salus, honor, virtus quoque sit et benedictio,
procedenti ab utroque compar sit laudatio. Amen.

Gebete zu Gott von yoga-vidya.de

I.

Oh anbetungswürdiger, mitleidiger Gott. Gegrüßt seist Du. Gib’ mir innere Kraft, Versuchungen zu widerstehen. Laß dieses Ego, das härter ist als Granit oder Diamanten, schmelzen und in Dir aufgehen. Laß mich immer Dein auserwählter Spielgefährte sein in Deinem wundervollen Spiel des Universums. Laß mich Dein geheimnisvolles Spiel verstehen. Mache mich immer zu einem Kanal Deiner Liebe zu allen Deinen Kindern. Benutze meinen Körper, meine Sinne und meinen Geist als Instrumente für Dein ungehindertes Spiel. Oh, heimliche Liebe! Oh, unvergängliche Schönheit! Laß meine Seele friedvoll in Dir ruhen in alle Ewigkeit.

Oh, Licht der Lichter! Oh, Strahlender! Ich lebe für Dich. Ich sehe Dich im Lächeln der Kinder, in den Tränen der Betrübten, in meinen Gedanken und Gefühlen, im Morgentau des Himalaya und in den Strahlen der Sonne. Mein Zimmer ist erfüllt von Deiner süßen Gegenwart. Ich nehme Deine gütige Gnade mit meiner täglichen Nahrung zu mir. Ich koste Deine strahlende Liebe mit meinen täglichen Getränken. Du bist ein Ozean voll Liebe und Mitleid. Laß meine Liebe zu Dir eine stürmische Flamme werden. Nimm jedes Übel von mir. Erfülle mein Herz mit Reinheit, Güte, Liebe und höchsten Tugenden. Mache mich unsterblich.

Oh, Gott! Enthülle mir Deine bezaubernde Form. Laß mich Deine lebendige Gegenwart spüren. Erfülle mein Herz mit Liebe. Laß mich in Dir aufgehen. Laß mich auf dem Pfad der Rechtschaffenheit wandeln. Reinige meinen Geist von allen schlechten Gedanken. Hilf mir, meinen Geist auf Deine Lotusfüße zu richten. Umarme mich und mache mich rein. Lehre mich, in die Stille zu gehen und Deine Herrlichkeit zu genießen. Erleuchte meinen Geist mit dem Licht wahrer Erkenntnis. Bringe mein versteinertes Herz zum Schmelzen und lasse es Dir zufließen. 

II.

Oh Gott, Du bist der Schöpfer des Universums. Du bist der Beschützer dieser Welt. Du bist das Gras und die Rose. Du bist die Sonne und die Sterne. Gruß Dir, oh, Spender von Freude und Wonne!

Lieber Gott! Befreie mich aus den Krallen des Todes. Gib, daß ich alle Wesen als gleich ansehen kann. Befreie mich von Unreinheit und Sünde. Gib mir Kraft, den Geist zu beherrschen. Gib mir Kraft, Dir und der Menschheit unermüdlich zu dienen. Mach mich zu einem geeigneten Instrument Deines Werkes. Mache mich rein und stark.

Ich verneige mich vor Dir, der Du in allen Herzen wohnst. Oh Geheimnis aller Geheimnisse! Zerstöre meine Schwächen, Fehler und schlechten Gedanken. Mache mich rein, so daß ich Deine Gnade und Deinen Segen empfangen kann. Oh Gott! Du bist die Allseele, die alle Wesen verbindet. Du durchdringst alles, das ganze Universum.

Du bist das Göttliche Licht, der Zerstörer der Unwissenheit, der allbarmherzige Gott. Schenke mir ein Leben ohne Krankheit. Laß mich allezeit Deiner gedenken. Laß mich alle erhabenen Tugenden entwickeln.

Du leuchtest aus Dir selbst. Du bist Vater, Mutter, Bruder, Freund, Verwandter und Führer. Laß mich die Wahrheit erkennen. Befreie mich von Gier, Lust, Selbstsucht, Eifersucht und Haß. Mache mich zu Deinem lieblichen Boten auf dieser Erde und lasse Freude, Frieden und Glückseligkeit durch mich auf die ganze Welt ausstrahlen. Laß mich Dir und Deinen Geschöpfen dienen mit meinem Körper, meinem Geist und meinen Sinnen.. Belebe mich mit Deinem Atem der Unsterblichkeit. Laß mich die allumfassende Brüderlichkeit der ganzen Menschheit erkennen. Laß mich alle wie mein eigenes Selbst lieben. Verehrung Dir, oh barmherziger Gott! 

III.

Verehrung Dir, oh, anbetungswürdiger Gott voller Mitgefühl! Du bist unendliche Schönheit, Freude, Glückseligkeit und Frieden! Du bist vollkommen, ungebunden und frei für immer! Gib mir Opferbereitschaft, Kraft und den unbezähmbaren Willen, der Menschheit zu dienen! Gewähre mir Deine Gnade und Barmherzigkeit!

Oh, Allmächtiger! Du bist mein Erlöser und Retter. Befreie mich von der Knechtschaft dieses Körpers und dem Kreislauf von Geburt und Tod. Laß mich den Nektar der Unsterblichkeit kosten!

Oh, Höchstes Wesen! Erfülle mein Herz mit unwandelbarer Hingabe zu Dir. Laß die Flamme meiner Liebe zu Dir täglich heller werden!

Oh, Unendlichkeit! Oh, Ewigkeit! Oh, Unsterblichkeit! Befreie mich von allem Leid, Abhängigkeit, Verblendung, Schwäche und Fehlern! Verleihe mir die rechte Einsicht, ein ausgeglichenes Gemüt und göttliche Tugenden wie Mut, Duldsamkeit, Nachsicht, Bescheidenheit, Barmherzigkeit, Reinheit und allumfassende kosmische Liebe.

Oh, Allmächtiger Gott! Stärke meinen Entschluß, auf dem spirituellen Weg zu bleiben und meine tägliche spirituelle Praxis kraftvoll und regelmäßig auszuüben. Vergib meine Sünden. Halte mir Hindernisse auf dem Weg und alle Versuchungen fern. Gib mir innere Stärke, Versuchungen zu widerstehen!

Oh, Allgegenwart! Du allein bist mir Halt, Stütze, Zuflucht und Trost! Du bist das Leben meines Lebens. Du bist die Seele meiner Seele. Du bist überirdische Wonne, Frieden und Freude. Du bist das eine gleichartige Wesen in allem. Laß mich in Nicht-Verletzen, Wahrhaftigkeit, Hingabe und Reinheit fest verankert sein. Lehre mich, festzubleiben in meiner Liebe zu Dir. Schenke mir Erleuchtung und Weisheit.

Oh, Höchste Liebe! Verehrung Dir! Du wohnst in meinem Herzen. Verleihe mir das innere dritte Auge der Intuition und Weisheit. Selbstverwirklichung sei mein unerschöpflicher spiritueller Reichtum, Leidenschaftslosigkeit meine Krone, tugendhafte Taten mein Guthaben auf der göttlichen Bank und Entsagung das Juwel meines Herzens! Ich verbeuge mich vielfach vor Dir, oh, Gott, ich bin Dein. Rette mich, beschütze mich, führe und erleuchte mich. Mache mich rein, vollkommen und frei! Mögen alle durch Deine Gnade Gesundheit, ein langes Leben, Wohlergehen und Selbstverwirklichung erlangen! 

Nach der Beichte

* besuche die Hl. Messe mit dem Gedanke dass diese eine Stunde nur Dir und Gott gehört;
* setzte dich in eine Bank in der du das Geschehen im Altarraum auch mit den Augen verfolgen kannst;
* höre auf jedes Wort dass der Priester spricht
* denke an nichts anderes;
* bedenke das bei der Wandlung Jesus und Maria geistig anwesend sind;
* lege geistig Deine ganzen Sorgen mit auf den Altar, gib sie einfach ab;
* empfange die Hl. Kommunion
* gehe zurück auf deinen Platz knie dich nieder und neige den Kopf;
* schließen die Augen
* singe nicht mit;
* Du hast soeben Jesus empfangen;
* lasse deine Seele fallen, tauche ein in die Atmosphäre die dich umgibt;
* genieße einfach den Augenblick;
* das einzige was zählt ist der Augenblick;

"Du bist das Licht des Universums und der Geist, der es beherrscht und lenkt. Erscheine in unserer Mitte! Von Dir geht in jedem Augenblick ein ganzes Gewebe von Welten aus. Du bist der Vertreiber aller Ängste; erscheine Du vor uns! Du bist gegenwärtig in den Herzen all dieser Gläubigen. Verbanne Du, den ich vor mir gegenwärtig finde, die Ängste aller Geschöpfe. Du bist die Verkörperung aller Gottheiten und viel mehr. Du bist aus mir entstanden, und in mir ist die ganze Schöpfung zusammengefaßt. Laßt uns den wahren Ursprung des Universums kontemplieren (anbeten, verinnerlichen), durch den die Welt Befreiung sucht. Du bist in Deiner eigenen ewigen, grundlegenden Natur verankert. Du bist aus dem Pranava (OM) entstanden, dem Keimwort und Urgrund aller Existenz und der Wahrheit von allem. Die Veden sind nur Funken Deines ewigen Lichts. Du symbolisierst das himmlische Paar, Kama und Kameshvari, die zusammen in alldurchdringender Höchster Glückseligkeit verschmelzen und mit Nada und Bindu bezeichnet werden, wenn sie getrennt sind, um Dein Spiel (Lila) aufrechtzuerhalten. Vertreibe Du die Ängste der Welt! Ich suche Zuflucht in Dir. Du bist mein Schutz und meine letzte Ruhestätte. Nimm Du mein ganzes Dasein in Deines auf. Als Erlöser erscheinst Du in zweierlei Gestalt: als Befreier und als der Gläubige, der Befreiung sucht. Von mir allein wurden alle in die Welt gebracht, und in mir finden alle ihre letzte Zuflucht. Ich bin die erste Ursache, die in den Veden mit Pranava (OM) bezeichnet wird, ich bin Mahamaya und Mahabhava (die höchste göttliche Kraft) zusammen. Hingabe an mich ist die Ursache von Moksha (Erlösung). Alle sind mein. Mir verdankt Shiva all Seine Macht. Ich singe den Lobpreis Rudras, der sich in allem Geschehen offenbart und die Ursache allen Geschehens ist."

Anandamayi Ma

Die Weisheit des Gebetes - von geistigenahrung.com

... besteht darin, daß es eine Verbindung zwischen dem Diener und dem Einen Wahren schafft, denn im Gebet wendet der Mensch sein Antlitz mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele der Erhabenheit des Allmächtigen zu, sucht Seine Gemeinschaft und sehnt sich nach Seiner Liebe und Barmherzigkeit. Das größte Glück eines Liebenden ist, mit seinem Geliebten verbunden zu sein, und das größte Geschenk für den Sucher ist, mit dem Ziel seiner Sehnsucht vertraut zu werden. Darum ist die größte Hoffnung jeder vom Reich Gottes angezogenen Seele, eine Gelegenheit zu finden, am Meer Seiner Äußerung, Güte und Freigebigkeit zu bitten und zu flehen.

Euer Antlitz sei erleuchtet vom Glanz des Flehens und Rufens zu Gott.

Wisse, daß jedes Haus, in dem man Gott preist, zu Ihm betet und Sein Reich verkündet, ein Garten Gottes und ein Paradies der Glückseligkeit ist.

Wer an diesem Tage seine Lippen öffnet und den Namen seines Herrn erwähnt, auf den werden die Scharen göttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird auch die Versammlung der Höhe herabsteigen, und jeder aus ihr wird einen Kelch reinen Lichtes vorantragen. So wurde es vorherbestimmt im Reiche der Offenbarung Gottes ...

Wisse, daß dir in diesem Leben nichts nützt außer Flehen und Rufen zu Gott, Dienst in Seinem Weinberg und Verharren in Seinem Dienst mit einem Herzen voller Liebe.

Gesegnet ist der Mensch, der auf den Schwingen der Sehnsucht Gott, dem Herrn am Tag des Gerichts, entgegenschwebt.

Setze alle Hoffnung auf Gott und halte beharrlich fest an Seiner unerschöpflichen Barmherzigkeit.

O Sohn des Lichtes! Vergiß alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste. Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.

Wendet euer Angesicht von der Betrachtung eures vergänglichen Ichs ab und heftet den Blick auf das ewige Leuchten. Dann werden eure Seelen in vollem Maße die göttliche Kraft des Geistes und die Segnungen der unendlichen Güte empfangen.

Vertraue dich Gott an. Gib deinen Willen auf und wähle Gottes Willen. Entsage deinem Begehren und halte dich an das, was Gott wünscht.

Nähere dich Gott und verharre in der Gemeinschaft mit deinem Herrn (oder im Gebet zu Ihm), damit das Feuer der Gottesliebe leuchtender im Herzen glühe, seine Glut stärker wachse und es erwärme und sein Hall die Himmlischen Heerscharen erreiche

O du, der du zum Königreiche schreitest! Strebe Tag für Tag danach, in deiner Sehnsucht und Hingabe zu wachsen, damit du öfter die Haltung des Flehens und Betens erreichst.

 

Beten und die Bibel von Reinhold Eichinger

Evangelium nach Matthäus:
 
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen. (5,44)

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.  Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.  Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.  Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. (6,5ff)

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden.  Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.  Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird?  Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben?  Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten! (7,7ff)

Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen. (21,22)

Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. (26,41)

 
Evangelium nach Markus:
 
Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe. (11,20)
 
Evangelium nach Lukas:
 
Und er sprach zu ihnen: Wer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen: Freund, leihe mir drei Brote, da mein Freund von der Reise bei mir angekommen ist und ich nichts habe, was ich ihm vorsetzen soll; und jener würde von innen antworten und sagen: Mach mir keine Mühe, die Tür ist schon geschlossen, und meine Kinder sind bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben? Ich sage euch, wenn er auch nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er wenigstens um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht. Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. (11,5)

Er sprach aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts achteten, dieses Gleichnis: Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche, ich verzehnte alles, was ich erwerbe. Und der Zöllner stand von fern und wollte sogar die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (18,9)

 
Evangelium nach Johannes:
 
Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. (14,13)

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. (15,7)

Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei. (16,23)

 
Erster Brief des Johannes:
 
Und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun. (3,22)

Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, daß er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, daß er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, daß wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. (5,14)

 
Brief des Jakobus:
 
Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. (1,5 f)

Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. (4,2)

Leidet jemand unter euch? Er bete. (5,13)

 
Brief an die Philipper:
 
Seid um nichts besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. (4,6)
 
Brief an die Römer:
 
In Hoffnung freut euch, in Trübsal harrt aus, im Gebet haltet an. (12,12)

Bibelverse

Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.

Bittet, so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden;
klopfet an, so wird euch aufgetan.

Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du.
Den Balken aber in deinem Auge siehst du nicht.
Wenn du den Balken aus deinem Auge ziehst,
dann wirst du gut genug sehen, um den Splitter
aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.

Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid
und dass der Geist Gottes in euch wohnet?

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes,
so wird euch dieses alles zufallen.

Ihr werdet die Wahrheit erkennen,
und die Wahrheit wird euch frei machen.

Zwölf Schlüssel für erhörte Gebete

Schlüssel 01: Beten Sie aufrichtig zu dem wahren Gott
Schlüssel 02: Studieren Sie die Bibel
Schlüssel 03: Bereuen Sie zutiefst ihre Sünden
Schlüssel 04: Vergeben Sie anderen
Schlüssel 05: Gott erhört oft auch Unbekehrte
Schlüssel 06: Suchen Sie den Willen Gottes
Schlüssel 07: Glauben Sie an Gott
Schlüssel 08: Seien Sie ausdauernd
Schlüssel 09: Beten Sie mit Hingabe
Schlüssel 10: Bitten Sie Gott, Sie zu formen
Schlüssel 11: Preisen Sie den allmächtigen Gott und sagen Sie ihm Dank
Schlüssel 12: Beten Sie im Namen Jesus Christi

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